Über mich
*** Fragen & Antworten zu meiner Malerei weiter unten auf dieser Seite ***
Im Buch "Grotesk. Überlegungen zu einem nicht nur ästhetischen Grenzwert" von Peter Christian Hall findet sich - wie es im Buch heisst - der "possierlich-harmlose, in den Ähren turnende Mauselefant" aus der frühen Jugendstilphase des Zeichners und Buchgestalters Marcus Behmer (s. untenstehende Slideshow). Dieser Mauselefant hatte es mir sogleich angetan - weshalb ich beschloss, ihn aus seinem schwarz-weissen Dasein in die Farb-Welt zu holen. Ich deckte mich mit einem Grundstock an Farben und Pinseln ein und machte mich daran, das Wesen zu malen. Seither sind viele weitere Motive dazugekommen.
"Kunst ist für mich, wenn ich die Dinge mit den Augen des Künstlers neu entdecke", schreibt mir ein Bekannter und Homepage-Besucher. Dieser schöne Satz führt, so vermute ich, auch zu einer wesentlichen Motivation meines Malens: sich Dingen in intensiver Auseinandersetzung anzunähern und sich diese - im Idealfall - (neu) zu erschliessen.
Verwendung finden Keilrahmen, Holzplatten, Malpapier, Bleistift, Acrylfarben, Gouache und zuweilen auch farbspendende Elemente direkt aus der Natur (wie Schlamm oder Algen, womit ich etwa das Bild "Weathered decal" beworfen habe).
Meine Bilder kannst du gerne auch "live" betrachten. Melde dich gerne bei mir.
Michael l mat. I [email protected]
(Portrait-Foto: Tim Truniger)
Mauselefant (nach Marcus Behmer; 2019; 60 x 80)
Marcus Behmers Mauselefant, zuerst erschienen in:
DIE INSEL, 4 Jahrgang, 4. Quartal 1901
Fragen & Antworten zu meiner Malerei
zusammengestellt aus Gesprächen über mein Malen
Wieso malst du?
Weil es mein Leben bereichert. Im Idealfall berührt das eine oder andere Bild auch die Betrachter/innen meiner Bilder.
Wie kommst du zu deinen Inspirationen?
Indem ich mit offenem Blick und offenem Geist durch die Welt zu gehen versuche.
Worum geht es in deinen Werken?
Diese Frage kann ich nicht pauschal beantworten. Das Verbindende ist vielleicht meine grosse Freude an organisch-ornamentalen Formen. Wobei das wohl zu einschränkend ist: Ich glaube, meine Bilder spiegeln mein Interesse an der wunderbaren Vielfalt unserer Existenz wieder. Ich könnte mich deshalb auch nie nur einem Themenkreis verschreiben. Mich zieht's da jeweils weiter, zum Nächsten.
Hast du ein Lieblingsbild, das du gemalt hast?
Es sind vielleicht mehr die Geschichten, die zu den Bildern führen oder mich beim Malen begleiten, welche ich besonders mag. So erinnert mich z. B. das Bild "Herbstlicher Hagebutten-Zweig" an einen Spaziergang mit meiner Frau, auf welchem uns plötzlich ein dunkelrot leuchtendes Zweiglein ins Auge sprang. Oder der "Apfel mit Loch in die Unendlichkeit" erinnert mich an meine Auseinandersetzung mit dem Künstler Enzo Mari.
Deine Lieblingsfarbe?
Da kann ich keine einzelne Farbe nennen. Das Zusammenspiel der Farben, der Kontrast zwischen Farben macht's für mich aus.
Natur oder Kultur?
Beides natürlich! Natur trägt alles in sich; Kultur bringt alles zum Ausdruck.
Der schönste Moment beim Malen?
Wenn die Skizze steht, das Malen beginnt: Dann begibt man sich auf eine wundersame Reise. Und natürlich der Abschluss eines Bildes, die Freude über das Geschaffene. Weil dann auch der Kopf wieder so richtig schön frei für einen neuen Plan wird.
Skizzierst du deine Bilder immer - oder malst du auch einfach mal drauflos?
Die Bleistiftlinien allüberall sind da untrügliches Zeichen: Ich skizziere häufig zunächst. Mir gefallen Bleistiftlinien an sich sehr. Die gehören für mich zum Werk.
Hast du Künstlerinnen und Künstler, die dir Vorbild sind?
Spannend finde ich Malerinnen und Maler, die vom Kunsthandwerk her kommen. Aber ich beisse mich nicht an bestimmten Künstler/innen fest. Sehr beeindruckend sind für mich auch archaische Ausdrucksformen von Kunst, so zum Beispiel Zeichen und Formen auf Tonscherben. Darauf nimmt etwa mein Bild ע to ע (eye to eye) Bezug.
mat. ( Selbstporträt; 2021; 30 cm x 40 cm)
Deine Kunst ist…
… eher Form denn Auflösung, eher weltzugewandt denn hoffnungslos, eher vom Gedanken denn von der spontanen Intuition her kommend. Aber vielleicht ist alles auch anders.
Denkst du, dass du mit deinen Bildern etwas bewirken kannst?
Jetzt sind wir wieder am Anfang: Mich freut ungemein, wenn meine Bilder bei Menschen etwas auslösen: Inspiration, Freude, Erinnerung. Das Bild "Motifs on flag at Jimis concert in Maui 1970, multiplied and pigeonholed" etwa erinnert eine Betrachterin an Kalifornien, ans Meer, wie sie mir schreibt. Diese Assoziation finde ich spannend. Einem Menschen leuchten vor dem Bild "Einbruch der Nacht am See (Becoming a butterfly III)" die Augen. Das ist toll.
Ist deiner Meinung nach jeder Mensch ein Künstler?
Im Moment, in welchem er oder sie etwas erschafft, das in Beziehung tritt: ja, eigentlich schon - oder nicht?
Wenn sich jemand speziell für eines deiner Bilder interessiert?
... Kann er oder sie sich gerne bei mir melden.
Hast du ein Maler-Credo?
Das ist nicht allein auf die Kunst gemünzt. Frei nach der Lyrikerin Dagmar Nick lautet es: Bedenke nicht zu früh das Ende / des Flugs.
Hast du eine weitere Frage? Eine Rückmeldung? Schreib mir an:
[email protected]
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ATELIER-WOCHENENDE
Vom Freitag, 29. April, bis Sonntag, 1. Mai 2022, fand in der Region Frauenfeld das Atelier-Wochenende «30 Kunstschaffende öffnen ihre Ateliers» statt.
Herzlichen Dank an den Kulturpool Regio Frauenfeld für die Organisation des Atelier-Wochenendes. Herzlichen Dank fürs Vorbeikommen!
mat. / Michael Truniger
Ausstellung GLOBAL VIRAL
In der von April bis Juni 2022 dauernden Ausstellung "Global viral" der Galerie Obertor in Chur durfte ich mit meinem Werk vertreten sein.
https://galerieobertor.ch/